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VEMA-Klauseln vs. Standardmarkt: Warum manche Policen im Schadenfall doppelt so viel zahlen

Simon Müller
Autor & Fachprüfer: Simon Müller Versicherungsmakler (§ 34d GewO) • Stand: August 2026
100% Unabhängig

Viele Versicherungsnehmer glauben, dass Versicherungen bei derselben Gesellschaft immer gleich regulieren. Ein verhängnisvoller Irrtum. Ob ein Schaden anstandslos in voller Höhe bezahlt oder mit Verweis auf das „Kleingedruckte“ abgelehnt wird, hängt maßgeblich von den vereinbarten Deckungsklauseln ab.

1. Was ist die VEMA eG und warum haben Partner-Makler Vorteile?

Die VEMA eG (Versicherungs-Makler-Genossenschaft) ist der größte genossenschaftliche Verbund unabhängiger Maklerunternehmen in Deutschland. Mit über 4.500 Partnerbetrieben bündelt die VEMA eine enorme Marktmacht gegenüber den Versicherungsgesellschaften.

Anstatt die Standard-Bedingungen der Versicherer zu akzeptieren, verhandelt die VEMA eigene, exklusive Sonderdeckungskonzepte, die den Versicherungsnehmern weitreichende Privilegien einräumen.

💡 Der entscheidende Unterschied:

Ein normaler Endkunde oder ein Vertreter kann diese Sonderklauseln nicht abschließen. Sie sind ausschließlich über akkreditierte VEMA-Partnermakler wie Versicherungscheck-Müller zugänglich.

2. Die VEMA-Besserstellungsgarantie (Best-Market-Clause)

Die wohl mächtigste Klausel in VEMA-Bedingungswerken ist die sogenannte Besserstellungsgarantie.

Wie sie funktioniert: Sollte im Schadenfall ein anderer in Deutschland zum Vertrieb zugelassener Tarif den Schaden übernommen haben, den die gewählte Gesellschaft nach ihren Bedingungen ablehnen würde, reguliert der VEMA-Tarif trotzdem! Sie genießen somit automatisch das beste Marktniveau – auch bei künftigen Bedingungsverbesserungen von Mitbewerbern.

3. Vollständiger Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit

Nach § 81 VVG darf ein Versicherer bei grob fahrlässigem Verhalten des Kunden die Leistung proportional kürzen.

Beispiel aus der Praxis: Eine brennende Kerze wird vergessen oder das gekippte Fenster im Erdgeschoss ermöglicht einen Einbruch. Bei Standardtarifen kürzen Versicherer hier oft um 30% bis 50% der Schadenssumme. In unseren Gewerbe- und Gebäudepolicen mit VEMA-Klausel wird auf diesen Einwand zu 100% verzichtet.

4. Verlängerte Haftzeiten bei Betriebsunterbrechung

Bei Gewerbebetrieben deckt ein Standardtarif oft nur 12 Monate Ertragsausfall nach einem Brand oder Cybervorfall ab. Lieferzeiten von Spezialmaschinen oder behördliche Baugenehmigungen dauern heute jedoch oft 18 bis 24 Monate. VEMA-Policen bieten standardmäßig verlängerte Haftzeiten von bis zu 36 Monaten.

5. Fazit & Handlungsempfehlung

Wer heute noch auf Standard-Policen oder anonyme Vergleichsportale setzt, bezahlt oft zu viel für minderwertigen Schutz. Lassen Sie Ihre Verträge jetzt von Simon Müller auf VEMA-Sonderklauseln überprüfen.

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